Götter und Kulte
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Fragt man einen Kleriker in den Straßen Akats nach der Religion des Kaiserreiches Melgorien und nimmt man sich etwas Zeit dafür, so wird dieser ihm von den 33 Göttern Melgoriens erzählen, von der Schöpfung durch Chaos und Gaia, ihren 4 göttlichen Kindern und allen anderen Göttern und Halbgöttern, die von ihnen abstammen. Was der Kleriker einem nicht erzählen wird und wahrscheinlich selber auch nicht weiß ist, dass das Pantheon der Götter deshalb so groß ist, weil es nicht einen gemeinsamen Ursprung hat. Vielmehr vermischten sich, als die ersten Siedler den Kontinent erreichten Glaubensvorstellungen aus der ganzen Welt mit dem uralten Glauben der Elfen aus den nördlichen Wäldern. Die Siedler aus dem fernen Morgenland brachten ihre Elementargottheiten mit sich und die Gelehrten aus den Marmorpalästen anderer Kontinente ihre Magiegottheiten. Neue Kulte entstanden unter den Siedlern in den ausufernden Bretterbudenghettos Toroks und in den tiefen Wäldern Waldburgs. Oft offenbarten sich die alten Götter des Landes den Neuankömmlingen in den ersten Jahren. Es waren schließlich die Prophezeiungen der Heiligen Eliophane, welche schließlich dazu führten, dass aus den unterschiedlichsten Kirchen und Sekten schließlich die Gilde der Kleriker und die Reichskirche entstanden.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Der Anfang
Chaos - Alles und Nichts, Die geordnete Unordnung.
Gaia - Der Ursprung des Seins, Mutter der Elemente. Im Tempel der Gaia wird die Existenz als solches zelebriert. Man ist Gaia, als Mutter aller Elemente, zu ewigem Dank verpflichtet. Gaia-Priester/innen setzen sich für neues Leben ein, leiten und segnen lebensfrohe Feste und verstehen sich als Zuhörer und Helfer bei Problemen des Daseins.
[bearbeiten] Die alten Götter
Aeron - Die Kraft der Luft. Aeron wird verehrt als Vater der Winde und Herr über die Luft, die alles umgibt und die nötig ist für das Leben. Er wird als aufbrausendes Element verstanden, das sich in Stürmen und heftigen Gewittern zeigen kann. Die Aeron-Priester/innen sehen alle Aspekte der Luft als Botschaften und Zeichen der Gottheit an, die richtig zu deuten und zu verstehen sind. Allgemein sind Gewitter nicht zu fürchten, sondern zu ehren.
Ciron - Die Kraft des Feuers. Das ewige Feuer und seine Kraft: Feuer bzw. Wärme als Zeichen der Lebendigkeit sowie die Macht des Feuers alles zerstören zu können; dies wird im Tempel verehrt. Ciron-Priester/innen bedenken stets alle Aspekte des Feuers und fühlen sich verpflichtet dies allen "Unwissenden" nahe zu bringen.
Niana - Die Kraft des Wassers. Wasser ist das lebensspendendste Element unter den Sterblichen. Wasser macht das Leben erst möglich. Die Priester/innen der Niana verehren das Wasser als flüssiges Element, egal ob in Form von fließenden oder ruhenden Gewässern, Regen, oder das Wasser im Kochtopf. Ohne Niana wäre das Element nicht zugänglich und brauchbar.
Thyia - Die Kraft der Seele, Der Ursprung der Magie. Sie hauchte den ersten von den Göttern erschaffenen Wesen Leben ein. Sie ist die Kraft der Seele und jede Seele, jedes Leben, gilt als Geschenk, das nicht zu verschwenden ist. Sie war es auch, die den ersten Wesen die erste und reine Kraft der Magie offenbarte. Diese ursprüngliche Magie ist jedoch im Laufe der Zeit verformt worden, nicht zuletzt durch die Einmischung anderer Gottheiten, die diese Reinheit unter den Sterblichen nicht akzeptieren wollten. Der Orden der Tyhia möchte diese absolute Reinheit jedoch bewahren. Die Priester/innen setzen sich für die Reinheit der Seele ein und verstehen sich somit gleichzeitig auch als Bewahrer der reinen Magie, die nur aus einer reinen Seele heraus - ganz im Sinne Thyias - wirken soll.
[bearbeiten] Die neuen Götter
[bearbeiten] Im Zeichen des Feuers
Arinus - Aspekte: Krieg, ehrenvoller Kampf, Tapferkeit. Beinamen: Der Krieger, Der Anführer der Tapferen, Der Vernichter.
Krieg ist notwendig um den Frieden zu sichern. Nur im Kampf zeigt es sich wer stark und wer schwach ist und es ist göttlicher Wille, dass die Starken über die Schwachen herrschen. Gleichzeitig stehen die Schwachen aber unter Schutz und müssen vor Gefahren bewahrt werden. Sklaverei und ähnliche Ausbeutung ist eine Greultat. Im Sinne der Priester/innen belohnt Arinus alle tapferen Seelen und segnet all jene, die sich Mut und Kampfeswillen auf die Fahnen schreiben. Diesen Worten lassen die Priester/innen auch Taten folgen, denn sie stehen für ihren Glauben nicht nur mit ihrem Mundwerk sondern auch mit ihrer Waffe ein.
Bramen -
Aspekte: Schmiedekunst, Handwerk, Geschicklichkeit, Ausdauer.
Beinamen: Der göttliche Schmied.
Der göttliche Schmied, wie Bramen genannt wird, ist der Schutzherr der Handwerker und jeglicher schweißtreibender ehrlicher Arbeit. Zu ihm wird gebetet, wenn man um Ausdauer und Geschicklichkeit bei einem ausgeübten Handwerk bitten möchte. So ehrt man im Tempel des Bramen die Gottheit mit harter Arbeit. Manch Unwissender mag einen Bramen-Tempel mit einer riesigen Schmiede verwechseln, was jedoch gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt liegt. Die Priester/innen gehören zu den besten Schmieden und Handwerkern im Lande, deren Werke stets heiß begehrt sind. Allerdings werden diese in der Regel geopfert; lediglich gegen eine fromme Spende oder durch eine spezielle Würdigerweisung kann ein Gläubiger in den Besitz einer priesterlichen Arbeit kommen. Den Segen der Gottheit findet man in der Konzentration bei der Arbeit, sodass Bramen-Priester/innen als wortkarg verschrien sind. Dies hindert sie allerdings nicht daran, sich stets für ihren Glauben einzusetzen und diesen, wenn nötig, mit allen Mitteln zu verteidigen.
Nesseya -
Aspekte: Wollust, Leidenschaft, Zügellosigkeit, Halluzinationen, Rausch, Wahnsinn.
Beinamen: Die Leidenschaftliche, Die Berauschte.
In den "Tempeln des Rausches" wird Nesseya als Spenderin der Lust verehrt. Ohne sie würden die Sterblichen keine körperlichen Freuden empfinden können. Hinzu kommt, dass Nesseya-Priester/innen oft der Gottheit geweihte Dämpfe einatmen, die ermöglichen sich in eine Art Gebetsrausch zu steigern, um so Nesseya ganz nahe zu sein und alle möglichen Sinnesfreuden besonders intensiv zu spüren. Böse Zungen behaupten Nesseya-Tempel seien nichts anderes als edle Freudenhäuser. Doch ist die gelebte Freude als solches genau das, was die Priester/innen preisen und verehren; und gegen fromme Spenden darf jeder in den Genuss einer besonderen Sinneserfahrung in Nesseyas heiligen Gemäuern kommen.
[bearbeiten] Im Zeichen des Wassers
Oceanos - Aspekte: Meere und Ozeane, Schiffahrt, Fischfang. Beinamen: Herrscher über die salzigen Meere.
Meist an Meeresufern gelegen findet man die Tempel des Oceanos. Der Herrscher über die salzigen Meere wird hauptsächlich von Meeresfischern und Seeleuten angerufen, doch selbstverständlich von jedem Gottgläubigen Schiffsreisenden auch. Die Tempel sind einfach gehalten, lediglich mit dem Schmuck der Meere behangen: Große Fischknochen und ganze Skelette, ausgestopfte Meerestiere, Muscheln, dazu Seetang und Algen und Utensilien der Schiffahrt. Die Priester/innen leben für das Meer, sie verehren Oceanos für die Vollkommenheit - im guten wie im schlechten - der Meere.
Aquitoria -
Aspekte: Seen und Flüsse, Schiffahrt, Fischfang.
Beinamen: Herrscherin über Seen und Flüsse.
Auch Aquitoria wacht über den Fischfang und die Schiffahrt, jedoch in süßen Gewässern. So sind Aquitoria-Tempel an Seen und Flüssen anzutreffen, in der Nähe großer Siedlungen. Die Priester/innen segnen Flussreisende und vorbeiziehende Schiffe und wachen über die Reinheit der Flüsse und Seen. Nicht selten kann man sogar in abgelegenen Gegenden nahe eines Sees einen Schrein oder gar eine kleine Kapelle vorfinden.
Isee -
Aspekte: Quellen und Brunnen, Trinkwasser, Hygiene.
Beinamen: Die Quellgöttin, Die Durstlöscherin.
Die Quellgöttin Isee, oder in vielen Gebieten auch einfach "Durstlöscherin" genannt, wacht über saubere Trinkwasserzugänge und -Vorräte. Die Reinheit frischen Quellwassers kann nichts irdisches übertreffen, sodass im Tempel nicht nur für sauberes Wasser gedankt wird, sondern auch für Gesundheit und Stärke. Die Priester/innen segnen, heilen und kurieren mit klarem (geweihtem) Wasser. Sie zieht es dorthin, wo Sterblichen an Trinkwasser mangelt, sodass man auch viele Freie Priester der Isee antreffen kann, deren einziger "Tempel" schlichtweg jede saubere sprudelnde Quelle darstellt. Große Tempel gibt es meist nur in stark bevölkerten Siedlungen und auch dort findet man in jedem Tempel einen oder mehrere (Spring-)Brunnen, wo jeder willkommen ist, der seinen Durst löschen und der Göttin dafür danken möchte.
[bearbeiten] Im Zeichen der Erde un der Natur
Therrod - Aspekte: Erdgewalten (Erdbeben, Vulkane), Bodenschätze (Edelmetalle, Edelsteine). Beinamen: Der grollende Riese, Der Schatzhüter.
Der grollende Riese wird so genannt, weil er bei Verschmähungen und Ignoranz ihm gegenüber keinen Spaß versteht. So wird jeder, der in der Erde zu tief und zu gierig nach Bodenschätzen schürft, seinen Zorn verspüren. Er ist der Bewahrer von Erz und Edelsteinen und Herrscher über die Gewalten der Erde. Die Tempel erscheinen meist leer, nur wenige Priester bewohnen die Gemäuer, die stark an eine kleine Burg oder einem mit Edelsteinen (allerdings wertlosen - Diebe machen auch vor Tempel nicht halt) verzierten Bergfried erinnern. Dennoch ist der Tempel für jede/n zugänglich, wenn man Therrod für Schmuck u.ä. danken oder ebensolches spenden möchte. Die Priester gedenken ehrfürchtig der Kraft der Erde, der Vielfalt in Form von Bergen, Schluchten und Höhlen und den vielen Schätzen, die Therrod mit den Sterblichen teilt. Dafür ist man dem Gott zu Dank verpflichtet.
Antarion -
Aspekte: Natur, Wildnis, Pflanzen und Kräuter.
Beinamen: Der einsame Jäger, Bewahrer der Natur.
Die Natur, die unberührte Wildnis, ist der Urzustand, den die Sterblichen sich weise zu Nutze machen sollen. Die Pflanzen und Lebewesen dieses Urzustands sind zu ehren und zu respektieren. Es heißt, Antarion würde in Gestalt eines Tieres durch die Wildnis umherstreifen. Tempel des Antarion sind in einfachem Holz gehalten, sehr schlicht und von etlichen Pflanzen bewuchert. Sie wird man zudem kaum in großen Städten antreffen können, wo lediglich vereinzelte Schreine oder mal freie, umherziehende Priester, die die Aspekte der Natur aufrecht erhalten wollen, auftauchen. Die Priester/innen fühlen sich verpflichtet die Natur vor Missbrauch und Willkür zu bewahren. Sie setzen sich dafür ein, dass die Sterblichen die Kräfte der Natur nicht vergessen und sie diese stets weise nutzen sollen. Bei grobem Frevel kommt es allerdings nicht selten vor, dass Priester/innen zu brachialen Mitteln greifen und in Antarions Namen auf ihre eigene Art und Weise die Frevler bestrafen. Pflanzenkundige, Waldarbeiter, Jäger und Wanderer, aber auch jene, die der Freiheit der unberührten Natur was gutes abgewinnen können, sollten um Antarions Beistand bitten.
Missánde -
Aspekte: Fruchtbarer Boden, ertragreiche Ernte, Nahrung (Vorräte).
Beinamen: Die heilige Säerin.
Die Göttin steht in direkter Verbindung zu Therrod und Antarion. Sie bindet die Kraft der Erde mit den Schätzen der Wildnis, um den Sterblichen das Überleben zu sichern. Fruchtbare Böden und ertragreiche Ernten sind ihr zu verdanken. Missánde findet bei Bauern besonders starke Verehrung bzw. bei jenen Sterblichen, die allgemein Ackerbau betreiben. In größeren Städten ist der Glaube an Missánde nur leicht wahrzunehmen, da auf den Märkten nur noch die Auswahl der Waren und deren Preis zählen. Gedenkt wird der Göttin dagegen stets wenn Notzeiten anbrechen und die Vorräte knapp werden. Die Priester/innen ziehen nicht oft umher, sondern bleiben in den kleinen Gärten und Feldern des Tempels, wo sie selber für den Eigenbedarf Obst und Gemüse anpflanzen und im kleinen Rahmen Vieh züchten.
Vea -
Aspekte: Krankheit und Heilung, Medizin.
Beinamen: Die strenge Heilerin, Die heilende Herrin.
Als irgendwann die Krankheiten auf die Sterblichen losgelassen wurden, beschloss Vea sie zähmen zu wollen. Die Göttin ist Herrscherin über Krankheit und Heilung, somit sind Priester/innen der Vea durch die Kraft der Göttin besonders in der Heilkunst bewandert und stets bemüht Krankheiten zu kurieren und neue Krankheiten zu finden und zu untersuchen. Sie sind auch in der Lage Frevler zu bestrafen, indem sie jemandem eine Krankheit aufsetzen und so vor dem Gesetz der Göttin auf die Probe stellen.
[bearbeiten] Im Zeichen der Luft
Nhorr - Aspekte: Kälte, Eis und Schnee. Beinamen: Der Nordwind, Der frostige Wanderer, Der Erntevernichter.
Sikur - Aspekte: Wärme und Hitze, Heißblütigkeit. Beinamen: Der Südwind, Der Verbrannte.
Waris - Aspekte: Abenteuerlust, Eifer, Ehrgeiz. Beinamen: Der Westwind, Der Abenteurer.
Othos - Aspekte: Ruhe, Ausgewogenheit, Einfallsreichtum. Beinamen: Der Ostwind, Der Flüsterer.
Die Vier Brüder Nhorr, Sikur, Waris und Othos werden in einem gemeinsamen Tempel verehrt, doch gibt es 4 verschiedene Tempelorden, die sich je mit einem Gott besonders verbunden fühlen. Die Priester/innen ehren die Aspekte der Winde und der Jahreszeiten, sowohl als Teil der Welt als auch als Teil der Seele: Nhorr steht für die eisige Kälte des Nordes und des Winters und sein Einfluss auf die Sterblichen macht diese ebenso kalt und rau. Sikur ist davon das Gegenteil. Sein Atem ist der warme Südwind und sein Reich stellt die Hitze des Südens und des Sommers dar, was sich in der Heißblütigkeit der Sterblichen zeigt - im guten wie auch im schlechten Sinne. Othos wird der Flüsterer genannt. Er ist der ausgewogene Ostwind und Wegbereiter des Frühlings. Er bereichert die Seelen mit Einfallsreichtum. Waris wacht über den ungestümen Westwind und den farbenfrohen Herbst. Er verbreitet Eifer, Ehrgeiz und Abenteuerlust. Die Vier sind rastlos und immer und überall anzutreffen, wobei sie selten für lange Zeit alleine auftauchen, daher gilt es sie alle gleich zu ehren - in jeder Jahreszeit, denn man sollte stets die Gewissheit haben, dass ein verschmähter Bruder seinen Zorn spüren lassen wird.
Zerande -
Aspekte: Die "schönen" Künste (Schauspielerei, Artistik, Malerei, Tanz, Gesang, Dichtung, etc.).
Beinamen: Die Meisterin der Künste.
Die Meisterin der Künste brachte den Willen des künstlerischen Ausdrucks in die Welt. Ob Malerei, Bildhauerei, Schauspielerei, Gesang oder die Akrobatik eines Seiltänzers - Wer mit großem Talent gesegnet ist, darf sich in der Gunst der Göttin fühlen. Doch auch all jenen, die den starken Willen zeigen mit Stolz und Mühe eine gewisse Kunst beherrschen zu wollen, ist Zerande wohlgesonnen. Die Priester/innen verstehen sich als Lehrer und Vermittler verschiedenster Künste, denn durch die Ausübung und die Förderung eines bestimmten Talentes kann man göttlichen Seelenfrieden erlangen.
Rahaal -
Aspekte: Vergnügen, Humor, Spielsucht, Zecherei.
Beinamen: Der lachende Zecher, Der Fürst der Narren.
Man sagt, Rahaal habe das Lachen erfunden und er sympathisiere mit jenen Sterblichen, die im Humor und im Vergnügen einen Lebenssinn entdecken können. Aber auch das Spielen und das Zechen liegt dem Gott nahe. In seinem Namen werden große Feste gefeiert, bei denen allerlei Vergnügungsspiele, von Karten-, über Brett- bis hin zu Glücksspielen, und reichlich Weingenuss und mehr auf dem Plan stehen. Die Priester/innen sind wahre Frohnaturen, die gerne zechen, spielen und allgemein viel für die vergnüglichen Seiten des Lebens übrig haben. Das Leben ist schließlich sowieso schon viel zu kurz.
[bearbeiten] Im Zeichen des Lichts
Enanna - Aspekte: Die Erhaltung des Gleichgewichts der magischen Kräfte, Magie als selbstlos helfende Kraft. Beinamen: Die Wissende, Die allwissende Schwester.
Magie ist in der Welt allgegenwärtig und nur wenige sind in der Lage sie zu nutzen, wobei es egal ist und sein sollte, ob die Magie Teil einer lichten oder dunklen Seele ist. Nun gibt es aber viele Sterbliche, die die Magie dafür verwenden große Macht anhäufen zu wollen. Die Priester/innen der Enanna handeln im Sinne der Göttin, indem sie versuchen ein Gleichgewicht zu bewahren, was soviel bedeutet, dass magisch Begabte Sterbliche, die sich aufgrund ihrer Macht über andere stellen, vor Enannas Augen als Frevler dastehen. So wird unlautere Magie zwar geduldet, aber nur solange das Gleichgewicht der Kräfte nicht gestört wird. Zu diesem Erhalt des Gleichgewichts fühlen sich die Priester/innen verpflichtet.
Rhego -
Aspekte: Weisheit, Vernunft, Wissen
Beinamen: Der weise Erzähler, Der göttliche Denker, Der Bewahrer.
Die Macht des Wissens, des Denkens und des vernünftigen Handelns - dafür steht Rhego, der göttliche Denker. Die Tempel gleichen großen Bibliotheken und wenn die Priester/innen mal nicht endlos philosophieren, stehen sie Ratsuchenden zur Seite oder wandern umher und verbreiten Geschichten, Märchen und Fabeln, um bei den Zuhörern das Denken und die Weisheit anzuregen. Die Priester/innen stehen damit in der Tradition einer Überlieferung, die besagt, dass Rhego persönlich in sterblicher Gestalt in der Welt umherwandeln und Geschichten erzählen würde.
Anuada -
Aspekte: Ehrenvolles Handeln, Hilfe für Bedürftige, Gastfreundschaft.
Beinamen: Die ehrliche Händlerin, Die Barmherzige.
Im Zeichen Anuadas stehen all jene, die ein Herz für Bedürftige haben und Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit an den Tag legen. Weitere Aspekte der Göttin sind die Gastfreundschaft - die für jeden Sterblichen heilig sein sollte - und der Handel, welcher unter ihrem Schutz ehrlich und fair für alle Beteiligten ablaufen soll. Kein Wunder also, dass auf den meisten Markplätzen mindestens ein Anuada-Schrein aufgestellt ist. Die Priester/innen selbst betreiben einen regen Tauschhandel. Dinge, die sie finden, kaufen oder als Spende erhalten, tauschen sie gegen Nahrungsmittel für sich und für Bedürftige ein. Sie wandern umher, vermitteln die Werte der Ehrlichkeit und konzentrieren sich darauf den Armen zu helfen.
Aleya -
Aspekte: Frieden, Wohlstand, Glückseligkeit, Liebe, Ehe, Familie.
Beinamen: Die Liebende, Die Herzliche.
Die Kraft der Liebe, der Zuneigung und der Freundschaft. Ehe, Familie, Häuslichkeit. Diese Aspekte machen die Göttin aus. Wer Liebe empfinden kann, der verspürt die Berührung Aleyas in seinem Herzen. Frieden und Glückseligkeit sind heilig und das höchste Gut, das die Sterblichen erreichen können. Rohe Gewalt ist der Göttin zuwider. In diesem Verhältnis stehen auch die Priester/innen zu den Sterblichen in ihrem Umfeld. Sie vollziehen Ehen, setzen sich für Frieden und allgemein friedliche Konfliktlösungen ein, stehen aber auch Jung und Alt mit Ratschlägen in Sachen Liebe zur Seite.
Sohorh -
Aspekte: Der Tag, Das Licht, klare Sicht, Achtsamkeit, Wahrheit, Offenheit
Beinamen: Der Lichtbringer, Die Flamme der Tausend Augen.
Das Licht der Sonne und das Licht im Allgemeinen, im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne - das ist es, was Sohorh ausmacht. Sein Einfluss bringt scharfe Sinne, die Liebe zu Wahrheit, den Drang Verborgenes zu entdecken, Verschlüsseltes zu entschlüsseln und stets offen und ehrlich zu sein. Für all diese Dinge stehen die Priester/innen vehement ein.
[bearbeiten] Im Zeichen der Dunkelheit
Selesta - Aspekte: Die Nacht, Die Dunkelheit, Verschwiegenheit, Bewahrung von Geheimnissen, sicheres Geleit. Beinamen: Die Beschützerin, Mutter der Schatten, Die schweigsame Hüterin.
Selesta ist Sohorhs Schwester, die Nacht und die Dunkelheit. Sie sorgt für sicheres Geleit, Schutz im Verborgenen und die Bewahrung von Geheimnissen. Unabhängig der Absichten ihrer Gläubigen. Sie wacht über Verstecke und ihre Liebe gilt all jenen, die Verschwiegenheit zu schätzen wissen. Und dies ist es auch, was Selesta-Priester/innen so sehr ausmacht.
Haelron -
Aspekte: Tod, Die Unterwelt.
Beinamen: Bewahrer der Grenze zwischen Leben und Tod, Richter über verstorbene Seelen.
Die Seele nimmt durch das Leben die Form des sterblichen Körpers an, den sie bewohnt. Stirbt der Körper, wandert die Seele des Verstorbenen über den Flüsternden Fluss in Haelrons Reich, wo die Seele durch einen Irrgarten voller kleiner bis großer Hindernisse und Gefahren zu den heiligen Obsidian-Hallen wandert. Dort wird sie vom Bewusstsein des Sterblichen getrennt und gereinigt, um wieder in einen reinen Urzustand gebracht zu werden, damit sie einem anderen Sterblichen sein Dasein ermöglichen kann. Welchem, wird beim großen Gericht entschieden, wovor sich der Verstorbene über die Form der Seele, die er ihr in seinem Leben gegeben hat, verantworten muss. Bei diesem Prozess kann im schlimmsten Fall entschieden werden, dass die sterbliche Hülle die Seele so sehr missbrauchte, dass sie nur von Haelrons Schwarzem Feuer gereinigt werden kann, wobei alles was noch vom Verstorbenen an ihr haftet gänzlich ausgelöscht wird. Im besten Fall darf der Verstorbene seine Seele behalten und selbst entscheiden was mit ihm bzw. ihr passieren soll. Steht eine Seele jedoch in der Gunst einer Gottheit, weil sich der Verstorbene besonders ausgezeichnet hat, kann sie von einem Abgesandten jener Gottheit eingefordert werden. Die Seele durchlebt darauf keine Reinigung, sondern gelangt mit allen in der Sterblichkeit erlangten Fertigkeiten in die Gefolgschaft der entsprechenden Gottheit. Ob dies positiv oder negativ auszuwerten ist, wissen nur die Götter selbst. Beten sollte man zu Haelron, damit er milde urteilen möge und damit der Weg durch den Irrgarten unbeschwerlich wird. Es heißt, für manch frevelhafte Seele seien die Gefahren im Irrgarten der Offenbarung, wie er auch genannt wird, mindestens genauso schrecklich wie das Schwarze Feuer. Die Priester/innen möchten den Sterblichen vermitteln gottgefällig zu leben und ihrem Leben einen Sinn zu geben. Zudem sind sie (je nach Verstorbenem auch gemeinsam mit Priester/innen anderer Gottheiten zsm.) für Bestattungsriten zuständig, um die Fahrt über den Flüsternden Fluss möglichst leicht zu machen. Des weiteren ist der Priesterschaft grundsätzlich alles zuwider was mit Nekromantie und gotteslästerlicher Wiederbelebung zu tun hat.
Thenokk -
Aspekte: Schlaf, Träume, Visionen, Seelenfrieden.
Beinamen: Der schlafende Seher, Der Seelenkriecher.
Der schlafende Seher ist der Hüter und Herrscher über die Zwischenwelt, dem Bereich zwischen dem Leben und der Anderswelt. Seine Dienerschaften begleiten die Verstorbenen auf ihrer Reise über den Flüsternden Fluss in Haelrons Reich und je nach Vergehen in der Sterblichkeit werden sie an einem anderen Ort abgesetzt, von wo aus sie sich den Weg durch den Irrgarten der Offenbarung bahnen. Thenokk weiß bereits über die Gesinnung der Seele und den Kräften, die auf sie eingewirkt haben, bescheid. Die Zwischenwelt ist nämlich das Reich, in der sich die Seele verliert, wenn der Sterbliche träumt, sodass dem Gott so gut wie nichts verborgen bleibt. In der Zwischen- bzw. Traumwelt geben die Abkömmlinge - unsterbliche Diener der Götter - einen Einblick in allen Bereichen des Möglichen und Unmöglichen. Gleichzeitig kann ein Traum eine Botschaft darstellen, welche die Abkömmlinge auf ihre Art und Weise preisgeben. Die Priester/innen handeln im Sinne Thenokks, indem sie den Sterblichen helfen diese Botschaften zu entschlüsseln. Zudem bemühen sie sich allgemein darum Zeichen und Visionen zu empfangen und zu deuten, die in die Welt der Sterblichen gelangt sein konnten. Weiterhin sind sie, wie die Priester/innen des Haelron auch, für Bestattungen zuständig und ebenso verurteilen sie jegliche Nekromantie.
Sotis -
Aspekte: Habgier, Neid, Selbstsucht, Zwietracht.
Beinamen: Die Verführerin, Die goldene Schlange.
Die Göttin brachte die Habgier in die Welt. Sie stiftet überall Zwietracht wo sie nur kann und mit ihrer Gefolgschaft verführt sie die Sterblichen zu selbstsüchtigen Taten und verbreitet Neid und Skrupellosigkeit. Sie kann es nicht ertragen, wenn Sterbliche versuchen stets rechtschaffen zu sein, sodass sie über Gesetze und Sitten spottet, was zur Folge hat, dass ihre Anhänger zum größten Teil Gesetzlose und Beherrscher dunkler Künste sind. Eine Sotis-Priesterschaft gibt es zwar, doch distanziert sie sich von jeglicher Gesetzlosigkeit. Vielmehr fühlen sich die Priester/innen dazu berufen die Vorteile der Selbstliebe kundzutun - "hilf dir selbst sonst hilft dir keiner".
Magor -
Aspekte: Unkontrollierter Zorn, Hass, willkürliche Zerstörung, Rachsucht.
Beinamen: Der gnadenlose Rächer, Der Unberechenbare, Der Seelenfresser.
Der Unberechenbare tritt immer da auf, wo Sterbliche unkontrollierten Zorn, willkürlichen Zerstörungsdrang, unersättlichen Hass und die unendliche Gier nach Rache verspüren. Tempel gibt es nur sehr wenige vereinzelte über die Lande verstreut und so gibt es demzufolge hauptsächlich Freie Priester/innen im Dienste des Magor. Diese verstehen sich als Elite-Söldner, die ihr Leben lang nichts anderes tun als kämpfen und töten. Ihre Unberechenbarkeit ist berüchtigt, denn sie töten alles und jeden, der ihrer Meinung nach unwürdig ist zu leben. Zudem können sie sich in einen unermüdlichen Kampfrausch steigern, dass man meinen könnte Magor persönlich würde unter den Sterblichen wüten. So haben sie weder Freunde noch Feinde und ihre Gesellschaft ist nicht gerade die erstrebendste. Allgemein beten zu Magor Söldner und grimmige Kämpfer, die nicht viel auf Ehre geben. Doch auch ein schwaches Geschöpf, das sich vom Gefühl der Rache beherrschen lässt und nur noch daran denkt sie zu befriedigen, mag des öfteren Gebete in seine Richtung schicken.
Sentor -
Aspekte: Betrug, Hinterhältigkeit, geistiger Verfall, Unbarmherzigkeit, Sklaverei.
Beinamen: Der Erkaltete, Vater der Dämonen, Der Schädelkönig.
Der Erkaltete hat seinen Namen nicht von ungefähr. Er verkörpert all das, was die meisten anderen Götter verurteilen: Die absolute Abstreifung jeglicher Gefühle und das Streben nach absoluter Macht um jeden nur erdenklichen Preis. Sentor erschuf die Dämonen, die von ihm mit nahezu göttlicher Kraft gesegnet wurden, sodass sie in der Lage waren selbst andere Wesen - Diener, Kinder und Abkömmlinge - zu erschaffen. Für ihn sind nur jene Sterbliche wert, die es verstehen ihre Macht zu nutzen und auszuspielen. Der Sklaverei ist er wohlgesonnen, denn wer sich versklaven lässt, hat es auch nicht anders verdient für immer ein Sklave zu sein. Sterbliche, die sich über andere stellen, zeigen, dass sie die von den Göttern erhaltene Stärke für sich zu nutzen wissen, während Schwache das nicht können und somit auch unwürdig sind Wohlbefinden zu verspüren. Priester/innen vertreten all diese Aspekte Sentors, sind aber nur in bestimmten Gebieten anzutreffen, in denen auch die sterblichen Gesetze damit vereinbar sind.
